Vorbereitung
Sammeln Sie frühzeitig Erfahrungen in der beruflichen Praxis - am besten im Ausland. Die Vorbereitung eines solchen Aufenthaltes bedarf jedoch Zeit und ein wenig Organisationstalent. Eine kleine Terminübersicht soll Ihnen die Planung, Suche und Vorbereitung Ihres Praktikums im Ausland erleichtern.
Zeitplanung
Informationssuche und Recherche:
Wo will ich hin? Welche Unternehmen kommen für mich in Frage? Gibt es bereits Erfahrungen von Kommilitonen oder Professoren, von denen ich profitieren kann? Will ich alleine weg oder doch lieber zusammen mit einem/einer MitstudentIn? 12 bis 18 Monate vor Beginn des geplanten Aufenthaltes.
Bewerbung um Stipendien:
12 bis 18 Monate vor dem Aufenthalt in nicht EU-Ländern,
6 bis 12 Monate im Rahmen des ERASMUS-Programms
Erwerb/Verbesserung der erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse:
12 Monate vor dem geplanten Aufenthalt
Bewerbung um einen Praktikumsplatz:
6 bis 12 Monate vor dem geplanten Aufenthalt
Einreisebestimmungen checken (Visa, Reisepass usw.):
Sobald das Reiseland feststeht
Versicherungsmodalitäten klären:
3 Monate vor dem geplanten Aufenthalt
Wohin?
Das Praktikantenamt und das International Office unterstützen Sie bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen. Sehr empfehlenswert sind die Seiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD. Für die Suche nach einem geeigneten Praxissemesterplatz ist es ebenfalls ratsam, die Kontakte der Professoren zu Betrieben und Hochschulen zu nutzen, auch aus anderen Fachbereichen. Sprechen Sie mit Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen, die bereits Auslandserfahrung gesammelt haben, über Ihr Vorhaben. Wir empfehlen weiterhin, dass Sie deutsche Firmen anschreiben, die Standorte, Tochterfirmen oder Kooperationspartner im Ausland haben und sich bei der IHK und den entsprechenden Auslandshandelskammern informieren, welche deutschen Firmen der Region mit welchen ausländischen Betrieben zusammenarbeiten. Informieren Sie sich bei der Handelsabteilung der Botschaft Ihres Ziellandes in Bonn oder Berlin; die Handelsabteilungen verschicken in der Regel keine Adresslisten von Firmen, weisen aber evtl. auf Dachverbände in den einzelnen Ländern hin.
Der British Council, das Institut français und das Amerikazentrum repräsentieren die jeweiligen Länder u.a. auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet. Sie verfügen über umfangreiche Bibliotheken. Außerdem kann man dort die Branchenverzeichnisse einsehen, das Thomas Register für die USA, ein mehrbändiges Nachschlagwerk mit ausführlichen Firmenprofilen sowie die Yellow Pages und das Kellys Business Directory für Großbritannien.
Sprachliche Voraussetzungen
Wer für eine bestimmte Zeit im Ausland lebt und arbeitet, sollte sich im Vorfeld mit der Landessprache vertraut machen. Häufig sind ausbaufähige Grundkenntnisse – gepaart mit gutem Englisch – ausreichend, um im Ausland zu bestehen. Beispielsweise ist dies in den skandinavischen Ländern der Fall. Dennoch zahlt es sich aus, wenn Sie sich intensiv um die Aneignung der Sprache Ihres Gastlandes bemühen. Denn durch sie vermittelt sich auch die Kultur und Mentalität der Menschen.
Der Grad der Beherrschung der Landessprache wirkt sich natürlich auf Ihre Arbeitsleistung aus: Je besser die sprachlichen Fähigkeiten sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich in das Arbeitsumfeld einzufinden, aber auch Kontakte zu Kollegen zu knüpfen.
Förderungsmöglichkeiten
Für die Bewerbung bei Förderinstitutionen (wie z.B. GIZ) ist es wichtig, sich an die vorgegebenen Bewerbungsfristen zu halten. Die oft umfangreichen Bewerbungsformulare sollten Sie zudem sehr sorgfältig ausfüllen. Weitere Informationen zu Stipendien finden Sie auf unseren Seiten.
Wichtige Födermöglichkeiten beim Praxissemester im Ausland
Auslandsaufenthalte für das Praxissemester werden auch durch das BAföG gefördert – vornehmlich in Europa. Unter www.auslandsbafoeg.de finden Sie relevante Informationen und die entsprechenden Antragsformulare zum Herunterladen. Achten Sie dabei darauf, dass je nach Zielland, das für Sie zuständige Bafögbüro in einer anderen Stadt sein kann.
ERASMUS-Praktika: das aktuelle Berufsbildungsprogramm der Europäischen Union. Hauptsächlich soll damit die Mobilität von Studierdenden im europäischen Ausland gefördert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Bereich "ERASMUS".
Anerkennung Ihres praktischen Studiensemesters im Ausland
Die Anerkennung Ihres im Ausland absolvierten Praktikums/Praxissemesters sollten Sie frühzeitig mit dem Praktikantenamt und mit Ihrem betreuenden Professor klären.
Immatrikulation
Da das Praxissemester als fester Bestandteil in Ihrem Studienplan vorgeschrieben ist, müssen Sie in diesem Zeitraum an der Hochschule eingeschrieben bleiben. Nur dann kann Ihr Praxissemester auch zu Ihren Studienleistungen gezählt werden. Als Nebeneffekt der fortlaufenden Einschreibung haben Sie die Möglichkeit, Klausuren mitzuschreiben.
Formalia
Visum/Einreisebestimmungen
Genaue Auskünfte über die Papiere, die Sie für die Einreise benötigen, erhalten Sie bei den Konsularabteilungen der Botschaften bzw. den Generalkonsulaten der jeweiligen Länder oder beim Auswärtigen Amt.
Versicherungen
Studierende der Hochschule sind in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Sie haben dann in den meisten europäischen Ländern Anspruch auf die Gewährung von Leistungen, da die Bundesrepublik Deutschland mit vielen Ländern zwischenstaatliche Abkommen geschlossen hat, die Ihnen auch im Ausland Versicherungsschutz gewähren.
Mit anderen Ländern bestehen jedoch keine derartigen Abkommen. In diesen Fällen wird eine Zusatzversicherung notwendig. Vor Ihrem Auslandsaufenthalt sollten Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Versicherung informieren, inwieweit Sie im Ausland einen Versicherungsschutz haben werden.
In ausländischen Firmen oder an ausländischen Hochschulen sind Sie nicht unbedingt automatisch haftpflicht- und unfallversichert. Erkundigen Sie sich, ob es sich empfiehlt, solche Versicherungen vorher abzuschließen.
In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, sich individuell von Ihrer Versicherung beraten zu lassen.
Im Ausland
Halten Sie auch während Ihres Auslandsaufenthaltes Kontakt zur Hochschule. Ihre Professoren und Kommilitonen sind sicher an Ihren Erfahrungen und Eindrücken interessiert. Nicht nur bei Problemen freut sich das International Office über Nachricht von Ihrem Auslandsaufenthalt.
Nachbereitung
Erfahrungsbericht
Nach Beendigung Ihres Praktikums/Praxissemesters sind Sie dazu verpflichtet, einen Erfahrungsbericht über Ihren Auslandsaufenthalt zu verfassen. Er dient Ihnen dazu, Ihre Erfahrungen nochmal ins Bewusstsein zu rufen und sich aktiv damit auseinander zu setzen. Zudem profitieren Ihre Kommilitonen von den Insidertipps, die Sie ihnen geben können.